Mobile Hundeschule Hunde-Einmaleins in Walldürn 
Christiana Gramlich, Hundetrainerin

Frei zugängliche Erziehungstipps online
z. B. Grenzen setzen

Viele Texte und Videos online befassen sich mit den Themen Grenzen setzen, Raumverwaltung, Management usw.
Diese Texte sind in der Regel gut geschrieben und neutral verfasst.

Weniger gut finde ich es, wenn es mit Videos oder auch mit Erziehungstipps weiter geht.
Denn, was heißt eigentlich Grenzen setzen im Alltag und Training? Kann man das pauschal für alle Hunde umsetzen?
In meinen Augen nein: jeder Hund ist individuell zu sehen.

Was bei Hund A funktioniert, kann bei Hund B andere, zum Teil schwere Themen nach sich ziehen.
In einem sind wir uns alle einig: ein Hund braucht Regeln und Grenzen, die er versteht. Das haben alle Hunde gemeinsam.
Klare Grenzen helfen dem Hund im Alltag zu umweltneutralem Verhalten und geben ihm Sicherheit.

Du wirst hier allerdings keine Empfehlung von mir bekommen, wie Du diese Grenze Deinem Hund vermittelst, denn es geht immer auch um den Menschen, der führt:

Wer ist der Halter und wie trainiert er den Hund?
Nicht selten komme ich zu Mensch-Hund Teams nach Hause, bei denen der Mensch absolut überzeugt ist, sein Hund verstehe ihn, sei aber meinungsstabil und führe deshalb nicht die Signale aus.
Menschen agieren sehr oft für den Hund widersprüchlich. Sie sagen das eine, körpersprachlich geben sie ihrem Hund leider vollständig andere Signale. Da das Sichtsignal (Körpersprache) immer das akustische Signal übertrifft, macht der Hund eben nicht, was der Mensch eigentlich möchte, bzw. in der Regel bleibt er einfach stehen und versucht nun aus dem Menschen schlau zu werden.

Wie hält es der Mensch mit Regeln?

Heute darf der Hund hochspringen, z. B. die Bekannt A beim Besuch zu Hause. Aber später am Nachmittag wird Bekannte B angesprungen, da ist es aber unerwünscht. Wenn es die Regel gibt, der Hund soll keine Menschen anspringen, ist das keine zuhause ja oder ansonsten nein Regel. Solange der Hund zuhause Menschen anspringt, wird er es auch im Außenbereich tun. Auch das fliest in das Thema Grenzen setzten ein.

Welches Durchhaltevermögen hat der Halter?
Viele Signale, wie Sitz, Platz, Leinenführigkeit und Rückruf sind reine Fleißarbeit. Den wenigsten Haltern ist bewusst, dass manche Signale durchaus bis zu 2000 mal wiederholt werden müssen, und das in ganz verschiedenen Situationen, Begegnungen und Tageszeiten. Auch Durchhaltevermögen, einzelne Trainingsschritte zu befolgen, führt zu klar definierten Grenzen. Wenn zu schnell zu viel erwartet wird, zeigt der Hund nicht selten genau das Verhalten, das eben nicht erwünscht ist.

Wie wird der Hund belohnt?

Wenn ein Hund einen Menschen nicht richtig versteht, kann es sein, dass er durchaus für ein Leckerchen ein gewünschte Verhalten in einer ablenkungsarmen Umgebung zeigt. Aber spätestens unter Ablenkung nehmen viele Hunde nicht mehr das Leckerchen? Was passiert nun? Der Hund zeigt ein erlerntes Verhalten durch falsche oder ungeeignete Bestärkung (Blick, Leinenruck, Signale nicht eindeutig usw.). Timing und die Art der Belohnung spielen ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle bei der Grenzsetzung des Hundes.


Wenn Du Dir unsicher bist, warum dein Hund ein Verhalten zeigt, macht es durchaus Sinn, einen Hundetrainer zu engagieren. Denn weder der Nachbar noch deine Freunde sind in der Regel ausgebildete Hundeverhaltenstrainer. Gerne helfe ich Dir bei Deinen Individuellen Problemen (Kennenlerntraining).

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